31. Oktober 2005
Auch sonst kommen wir gerade gut voran.
Die Naeherinnenkooperative bei der ich einen Grossauftrag (5x) aufgegeben habe hingegen nicht.
Sind zwar (mit Azubis) fast 20 Leute , aber alle PedalNaehmaschinen sind kaputt - bis auf eine, d.h. ich muss insgesamt mindestens 17 Tage warten… bis alles fertig ist.
Sonst wird s gerade ein wenig herbstlich, die Baeume beginnen ihre Blaetter zu verlieren, der Saharawind (Harmattan) beginnt, somit wirds nachts frischer und tagsueber evtl. noch ein bisschen waermer,
ausserdem wird er bald schoen viel Staub mitnehmen, so dass man abends fast wie ein Afrikaner aussehen wird… als ob s jetzt nicht schon staubig genug waere….
Jeden Mittwoch und Samstag rockt das JuZe, sonst schreiben wir an der Konzeption weiter und checken diverse Sachen aus.
SOnst gibt s gerade nix besonderes, a bisserl arg heiss isses,
aber alles ist Bestens,
Gruesse an die GEW-HG!
W21 a und b,
Gratulation an Jean betreffend Vinsalt.
PS: Sorry, hab alle Geburtstage vergessen die so in den letzten Monaten gewesen sind,
hab den Kalender nich dabei und Geburtstage kann ich mir doch so schlecht merken.
27. Oktober 2005
Mal wieder ein paar Neuigkeiten:
Die Telfeonnummer die ich genannt habe hatte mal wieder einen Tippfehler, hier die Richtige:
00228 91 37 645
Unserem Waechter wollte ich eigentlich einige gewerkschaftliche Rechte ( 5 Tage Woche und etwas verkuerzte Arbeitszeiten) zugestehen ABER es ging NICHT: So ein Sturkopf - da bleibt mir wohl nix anderes uebrig als sein Gehalt zu erhoehen, damit ich mir nicht wie ein Sklavenhalter vorkommen muss.
Naja, immerhin konnte ich ihm klarmachen, dass wir NICHT ihn nicht feuern wollten, weil tagsueber, als er weg war mal ein Huhn verschwunden ist… das hat er naemlich geglaubt.
Als wir zwei Wochen in Burkina waren, hatten wir ihm gesagt, dass er die Eier seinen Kinder geben soll, hat er nicht gemacht, mal wieder aus einem Grund an den man als Europaer nicht denkt: “Die Kinder bekommen nie Eier, weil sie zu teuer sind, eigene Eier werden verkauft… und deswegen sollen sie erst gar nicht welche probieren, da er langfristig keine anbieten kann”.
Von Dienstag auf Mittwoch waren wir einem winzigen Dorf bei “G” und haben nebenbei noch ein paar Hoehlenmalereien aus unbekannter Zeit bewundert.
Am Wochenende hatte ich, abgesehen von einigen Priestern, mal wieder mit Europaern zu tun gehabt: Zwei junge, nette Belgier hat es auch fuer ein Projekt nach Dapaong verschlagen.
In der Zwischenzeit hab ich uebrigens doch einige Fotos (300+)
machen koennen.
Ansonsten gabs in unserem viertel 5 Tage lang quasi keinen Strom, war aber auch nicht so schlimm, sind halt immer Essen gegangen.
@ J.G: Danke fuer den syrischen Gameboy, wird gut genutzt (von mir!!!)
@Gruesse auch nach Weiden
und den Rest der Welt
21. Oktober 2005
Vergesst nicht am Preisausschreiben teilzunehmen (siehe unten)!
Telefonisch erreichbar bin ich auf der Nummer von Kristin (00228 913745). Ist genauso wie meine alte Nummer ausser, dass die 8 am Ende nun eine 5 ist.
Silke ist gestern (leider) wieder abgereist,
unsere Arbeit im Jugendzentrum, die wir am Montag wieder begonnen habe, geht ganz langsam voran.
Sind in letzter Zeit hauptsaechlich mit organisatorischen und strukturellen Problemen beschaeftigt die es zu beseitigen gibt.
Unser schwarzes Huhn “trois” ist in unserer Abwesenheit weggelaufen… .
S. hat uns “trois b” gespendet.
Eier legen tun unsere Huehner auch fleissig,
allerdings nur drei Wochen dann legen sie immer fuer ein zwei (?) Wochen eine Pause ein… ist das in Deutschland auch so???
Unser Hahn hat eine wunderschoene Stimme.
Sonst geht s unseren Huehnern bestens, unser Stall ist ganz toll und unser riesiger Garten wird verwuestet… tagsueber duerfen sie frei herumlaufen.
naja solange unser Kuerbis nicht angegriffen wird: Unsere Mil- und BOhnenernte ist schon vorbei….
Falls jemand Urlaub auf dem Bauernhof mag kann er gerne vorbeikommen, nach Burkina Faso kommt einem das laendlich gepraegte Dapaong wie ein kleines Dorf vor.
@ Wie gehts der Schreyer 15?
@ J.G: Wohnt ihr auch in der W strasse?
@ J-M: Schon komplett fertig? Wie sieht s mit Vinsalt aus?
18. Oktober 2005
Hallo Leute!!!
-Hab gerade nur 5 Minuten Zeit deswegen nur ganz wenig Infos
PREISAUSSCHREIBEN:
Schaetzungen klingn ganz interessant ; )
kleiner Tipp, Sauerstoffmangels gab s net, manche Fenster waren ohne Scheibe….
Sind interessante Gedanken dabei, bitte immer nur einen Tip abgeben der bewertet wird
-Bin wieder in Dapaong zurueck, Burkina Faso war genial,
am Sonntag haben wir mit dem besten Fuehrer Togos noch eine Motorradtour (80 km) durch die Pampa gemacht und eine 800 Jahre alte “Stadt im Berg” entdeckt.
Hab gestern wieder mit Arbeit angefangen, S. faehrt am DO zurueck
-Hilfe Taschendieb: In Dapaong auf dem Markt hat jemand versucht meinen Geldbeutel zu klauen, war eh nicht viel drin, hab s aber sowieso rechtzeitig bemerkt und verhindern koennen, war also kein Meisterdieb wie “THORAN TOPF”
- Als ich beim letzten Mal von 35 Grad sprach, warens uebrigens 42, hab an dem Tag zufaellig noch ein Thermometer entdeckt
@ Gerhart- Anrufen geht gerade schlecht, am Freitag teile ich euch K s Nummer mit
Beste Gruesse aus Togo,
Nic
13. Oktober 2005
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1. PREISAUSSCHREIBEN
Einsendeschluss per Kommentar bis zum 31. Oktober:
Hauptgewinn: Einen wunderschoenen handbemalten Stoff
fuer Larper alternativ ein handgewebtes wunderschoenes Hemd
Mit wieviel Personen kann man mit einem VW- Bus (normal 7-9 Sitzplaetze) ueber eine ungeteerte, 200 km lange Strasse duesen (ca. 6 Std Fahrzeit)????????
Beste Schaetzung gewinnt.
War unsere Strecke von Banfora nach Gaua, normale Reisebusse fahren da nicht hin… .
Einen kleinen Zusatzpreis gibts fuer eine realitaetsnahe Beschreibung, wie und wo Leute untergebracht waren. Gepaeck hatten uebrigens alle dabei.
NUR WER MIMACHT KANN GEWINNEN
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Ansonsten war unsere Rundfahrt klasse:
In Bobo haben wir letztendlich drei Naechte verbracht und uns noch mit Stofen eingedeckt, ein Museum besichtigt etc.
Im kleine gemuetlichen Staedtchen Banfora haben wir eine Nacht in einem wunderschoenen Hotel verbracht.
Danach gings weiter Richtung Ghana ( im Osten) in die Stadt Gaua. Nach der etwas anstrengenden Fahrt (gab auch noch einen fuer die Jahreszeit ungewoehnlichen Regen der die Strasse verschlammt hat) sind wir mal wieder bei der “mission catholique” untergekommen und haben uns am darauffolgenden Tag mal wieder einen Fuherer und ein Taxi gemietet.
Unser Fuehrer war genial (Geheimtip: wir haben seit Bobo nur noch oprganisierte Vereinsfuehrer gehabt),
Haben Goldwaescher besucht, sind in ein Lobi-Dorf gefahren indem die Menschen im Busch fast wie im Mittelalter leben und haben mal wieder ein Museum besucht.
War supersuperspannend, und wie es hier so ueblich ist, ist unser Taxi zweimal so halb in einem Schlammloch versunken, aber mit tatraeftiger Hilfe konnten diese kleinen Probleme in insgesamt zwei Stunden geloest werden.
Es war natuerlich zweilmal dasselbe Loch, hab auf dem Rueckweg noch gesagt , dass wir da nie und nimmer durchkommen aber die Antwort darauf war wie ueblich: il n y pas de probleme… .
Schliesslich sind wir gestern wieder wohlbehalten in Ouga angekommen, morgen geht s dann mit Silke nach Dapaong zurueck um in Togo noch ein paar kleine Exkursionen zu machen und das Arbeiten wieder anzufangen.
Auf jeden Fall war unsere Burkinareise genial…
auch wenn sich mein Handy einen neuen Besitzer gesucht hat - is aber auch nicht so schlimm, die wertvolle Deutschland SIM karte hab ich noch und einer von euch kann mir doch sicher in Deutschland ein altes Handy abtreten!?
Halbzeitstand Gesundheit: Zwei Monate Afrika und immer noch NIE krank gewesen.
Ansonsten hat s wie ueblich um die 35 Grad, also ganz normal.
Schoene Gruesse und bis bald!!
Nic
was macht eigentlich die W 21 so?
07. Oktober 2005
Na schon lange nix mehr geschrieben, deshalb ein Haufen neue Infos:
Ougadougou war klasse, sind bis, Dienstag frueh geblieben, mussten noch (sehr unbuerokratisch und billig) unser Visum verlaengern lassen, hatten naemlich an der Grenze nur eins fuer eine Woche bekommen.
Am letzten Samstag haben wir S. am Flughafen abgeholt, und wen haben wir dort getroffen???
5 ( ! ) ASAten die wir auch schon von den Vorbereitungsseminaren kannten; die trifft wirklich man ueberall in Westafrika siehe Deutsche Botschaft in Lome, Togo.
Die haben uns dann noch ein wenig durch die Stadt gefuehrt, S. und ich sind wegen Platzmangel bei der Priestern geblieben.
Ouga ist auch wunderschoen, aber auch ein wenig stressiger als z.B. Dapaong - zumindest als Europaer - regelmaessig wird man von irgendwelchen Afrikanern aufgehalten die einem etwas verkaufen wollen und mich (zum Glueck erst 2 Mal passiert) als Rassisten bezeichnen , weil man nicht s moechte bzw. sich net 10 Minuten zutexten lassen will.
Naja aber anderseits gewoehnt man sich an die Verkaeufer und wenn man freundlich und bestimmt ist, gehen sie schnell wieder.
Sonst sind wir durch die Strassen gezogen und haben so das eine und andere angeschaut.
Am Dienstag sind wir Richtung Westen nach Boromo gefahren, einem kleinen ruhigen Staedtchen, fern vom Trubel der Grossstadt.
Kristin ist in Ougadougou geblieben.
Wir sind in einem gemuetliches; kleines Hotel untergekommen, haben die Moschee des Ortes besichtigt (Burkina Faso ist wesentlich muslimischer als Togo 65 gegen ca. 20 Prozent), und haben uns am Mittwoch eine wunderschoene Fahrt gegoennt:
Jeep gemietet, sowie einen Fahrer und einen mit Gewehr bewaffneten Fuehrer ( gegen wilde Tiere) und ab in die tiefste Savanne (teilweise aufgrund Regenzeit eher Dschungel als Savanne).
Hunderte von Voegeln, Sonnenschein, Natur pur, ungewoehnliche Pflanzen und Baeume, zwei bisher unidentifizierte Vierbeiner, Termitenhuegel, einfach nur noch genial!!!!
Haben zwar keine Elefanten gesehen von denen es im Reservat hunderte gibt, oder Affen Loewen, waren aber trotzdem ueberhaupt nicht enttaeuscht, weil es unbeschreiblich schoen war.
Mittags haben wir an der schwarzen Volta, einem grossen Fluss, gerastet, unter einem gigantischen, der hier heiligen BAOBAB-Baeume auf dem ungelogen hunderte kleine bunte Voegel ihre Nester hatten.
Am Donnerstag ging s dann weiter nach Bobo-Dialossou der zweit groessten Stadt Burkinas, haben uns dort einen vertrauenswuerdigen Stadtfuehrer von einem Verein besorgt und uns spannende Geschichten ueber die Stadt angehoert sowie unglaublich schoene und alte Gebaeude (z.B. eine sehr ungewoehnlich gebaute Moschee) angeschaut. War zwar am Ende eher eine Kaffeefahrt aber trotzdem superinteressant, wahrscheinlich treffen wir uns heute noch mal mit dem Fuehrer.
Frueher war die Stadt in mehrere Vierteln unterteilt, Animisten, Muslime und Griots (etwas kompliziert was das ist) einem uralten Stadtviertel in dem bis heute die Polizei keinen Zugang hat!
Unterkunft mal wieder bei einer christlichen Unterkunft, als Mitarbeiter der “togoischen Kirche” bekommen wir hier wieder einen super Rabatt, wobei unsere Reise sowieso gar nicht so teuer wird wie ihc gedacht haette - nur fuer trinkbares Wasser geht einiges drauf.
Bin immernoch gesund, und morgen gehts vermutlich nach Sueden Richtung Banfora und von dort aus wieder fuer ein, zwei Naechte in ein “Campement” in die Wildnis… . Mit Banfora naehern wir uns zwar der Elfenbeinkueste, wo es momentan scheinbar wieder ziemlich heftig kracht, aber die Grenzen sind komplett dicht, so dass wir davon definitiv nichts mitbekommen werden.
In Burkina sind im November Wahlen, aber bis dahin sind wir laengst im ruhigen und beschaulichen Dapaong zurueck.
Uebrigens ist mein Rueckflugdatum DEFINITIV der 12 Dezember, somit habe ich am Ende meines Aufenthaltes noch ein wenig Zeit um herumzureisen…. Gruesse an alle!!! Danke fuer Beitraege und Mails!
Nic
01. Oktober 2005
Haben gestern Abend Ougadougou erreicht…
Es hiess mal wieder, dass die Fahrt nur 3-4 Std. dauern wird, wie ueblich hat sich die angesagt Zeit verdoppelt (6-7 Std fuer ca. 300 km? diesmal nicht in Buschtaxi zu zwoelft sondern in nem Reisebus (!)).
Die Unterkunft in der christlichen Bruderschaft ist schlicht aber sicher (d.h. wir koennen unser Gepaeck unbesorgt dort lassen).
Richtig krass wars als wir nach ca. 5 Wochen das arme und laendlich gepraegte, chillige “Dapaong” verlasssen haben und die Grenze zu Burkina ueberschritten haben:
Hier gibts viele geteerte Strassen (fast ohne Schlagloecher!!),
ab und zu mal Strassenschilder und Kilometerangaben,
viele Autos,
weniger Leute in aermlicher Kleidung,
zweistoeckige Gebauede,
sogar Ampeln…
sprich, hier kommt einem alles sehr wohlhabend vor.
Silke kommt heute Abend an.
Wir waren grad in nem richtig europaeischen Cafe!
Sonst ist Ougadougou einfach riesig, naja und man muss sich hier dauernd alle moeglichen Leute vom Leibe halten, aber dass ist hier halt so wenn man ein Europaeer ist.
Ougadougou is die dritte Hauptstadt Waestafrikas in der wir gewesen sind, wohin es in den naechsten Tagen geht ist noch unklar, evtl. nach Bobo Dialasso und danach nach Mali?
Auf alle Faelle ist es hier klasse,
viele Tage in der Hauptstadt zu verbringen waere aber anstrengend, afrikanische Metropolen sind halt schon anstrengend… aber 1-2 Museen sowie ein paar andere Sehenswuerdigkeien werden wir uns hier schon noch geben.
Vielleicht geht s dann so am Mittwoch weiter.
Gruesse,Nic