04. November 2005

Schlangen, Skorpione und die Pest

Filed under: TOGO 2005 — Nic um 14:57:37

Hm,
gestern frueh waren zwei unserer Huehner futsch (darunter unser Hahn “Yovo yovo”),
unser Waechter hat auf n Skorpion oder ne Killerschlange getippt…
war s aber net, gestern Abend war dann noch ein Huhn tot, und unser Letztes liegt gerade im Sterbestall.
Hab gerade in Erfahrung gebracht, dass dies die “normale” Huehnerpest ist die seit zwei, drei Tagen alles vernichtet was nicht geimpft ist. So wurde auch die ganze Huehnerpopulation unseres Lieblingsrestaurants eliminiert.
Hatte erst vor zwei Wochen meine Kollegen gefragt, ob ne Impfung noetig ist , nachdem s die aber schon in zwei-drei Wochen auf unserer Abschiedsparty geben sollte (danach werde ich noch ein wenig rumreisen), meinten sie , dass sei nicht noetig.

Das war s dann wohl mit unserer Huehnerzucht. Aus der Traum. Keine frischen Eier mehr.

Is aber auch nich so schlimm.
Krass hingegen war unser alter Waechter.
Der war total am Ende und am Boden zerstoert, da durch den Tod der Huehner seine Waechterehre verletzt wurde ( wir hatten ihm halt gesagt, dass er sie fuettern soll und so) und hat mal wieder den uebelsten Stress (!) mit seiner Ehefrau bekommen ( das letzte mal hatte er furchtbar Stress als eins unserer Huehner weggelaufen ist, die muss eine Furie sein).
Diese war völlig davon überzeugt, dass wir Herrn B. fuern würden… .
Gestern Nacht sind wir nach ner Arbeitssitzung nach Hause gekommen und er sass zusammengekruemmt auf den Boden und hat nicht so gleich auf unsere Ansprache reagiert, habe ernsthaft gedacht, dass eins seiner Kinder gestorben ist, so fertig war der. Dabei wars nur das dritte Huhn, dass im Laufe des abends gestorben war.
Naja haben ihn dann aufgepaeppelt und betont wie gut er seine Arbeit macht, und dass er ja fuer die Huehnerpest nix kann.

Das is hier schon krass mit den Krankheiten, in der Regenzeit gibt s Malaria und Cholera ohne Ende, jetzt
beginnt gerade die Jahreszeit des staubigen Wuestenwindes “Harmattans” der Meningitis sowie einige andere Krankheiten mit sich bringt, danach wirds so heiss, dass es selbst die Togoer kaum aushalten
und dann gehts schon wieder mit der Regenzeit los.

Sonst gibt s nix Neues,
Gruesse und
bis bald,

Nic

02. November 2005

AND THE WINNER ARE…

Filed under: TOGO 2005 — Nic um 12:15:09

!!!!!!!!!!! J Gund J-M G!!!!!!!!!!!!!

Herzlichen Glueckwunsch!

J-M: Das handgewebte Hemd ist ab sofort dein Eigentum! Geheime Informanten teilten mir dein Interesse dafuer mit. Mit der Schaetzung 23 lagst du fast richtig!
J G: auch wenn du zwei Schaetzungen (23 und 27) abgegeben hast, wirst du nicht disqualifiziert weil beide Schaetzungen haarscharf an der Wahrheit liegen, Preis wird im Dez. geliefert.

Danke aber auch an alle anderen fuer die Teilnahme.

Die richtige Loesung waere !!!!!!!! 25 !!!!!!!! gewesen.

Fuenf auf der DreierFahrerbank, = 5
hinter der Fahrerbank wurde noch eine Bank gegen Fahrtrichtung angeschraubt = 5
vier auf der normalen schmalen Dreierbank + 1 Person auf Minihocker im Gang = 5
statt Kofferraum zusaetzliche Viererbank auf der Fuenf Leute waren = 5
Ein Baby auf Schoss = 1
Ein zehnjaehriges Kind auf Schoss= 1
Auf Dach: Riesenstapel Gepaeck plus drei Personen (Gelaender 15 cm hoch, mehr brauchts nicht)
gelegentlich haben sich die drei stattdessen zur Entspannung an die offene Seitentuer rausgehaengt= 3

= 25

Fenster gab s auch nicht mehr alle, macht nix dann wird bei Regen halt weng nass. Verschiedene Leute heben auch das eine oder andere kleine Loch zugehalten damit s net zu nass wird ( gell Silke).

A schrieb: “…eine vorsichtige Schätzung, nachdem ich von leuten weiß, die in einem normalen Taxi in Ghana zu 6 gefahren sind”
Yo zu sechst oder zu siebt im Taxi ohne Kinder mitzuzählen ist normal

Einige Personen sind zum Glueck schon nach der Haelfte der Strecke ausgestiegen.
Ansonsten war s recht kuschlig, besonders schoen, wenn man ueber 1000 Schlagloecher hoppelt… aber mei, das ist halt Westafrika was nicht heisst, dass man nicht versucht solche Situationen zu vermeiden.