28. Oktober 2006
Da habe ich heute frueh doch glatt meinen eigenen Tipp nicht beachtet
-Tipp Nr.2: Wenn dir jemand in Conakry erzaehlt, er kennt den Weg:
Bitte nicht unbedingt glauben, kann sein, dass es stimmt, vielleicht aber auch nicht. Im Zweifelsfall sagt man dir aus Hoeflichkeit: “immer gerade aus” - auch wenn es die verkehrte Richtung ist-
Um halb acht war ich an der “sogenannten” Autobahn um mit einem Freund an einem Marathon teilzunehmen (”gegen Hunger und Armut” - von der UNO organisiert) .
T-Shirt einkassiert und dann ging s schon los:
Es gab zwei Routen (3km und 11km) mit gleicher Anfangsstrecke.
Bei der ‘Teilung” der Marathonroute frage ich: “Die drei Kilometer lange Strecke geht schon gerade aus weiter.”
Antwort: “Ja, ja immer gerade aus ist richtig”.
Na, dann musste ich eben die elf Kilometerstrecke joggen, war bei der Hitze echt brutal, aber ehrlich gesagt habe ich nach 8 km abgebrochen… lustig war s aber trotzdem.
Fazit:
1. Ich bin gar nicht so unsportlich wie ich tue.
2. Entweder nie mehr in meinem Leben joggen gehen,
oder ab jetzt jedes Wochenende ????
27. Oktober 2006
Thiken yah Fakoly :
Die Geruechte haben sich bewahrheitet.
Das Konzert, dass am Wochenende stattfinden sollte, findet nicht statt… Zensur… er hatte mal ein kritisches Lied ueber die Politik Guineas geschrieben (”Liberez Alpha Conde”) … … … … … … … … … .
Ansonsten findet im Suedosten des Landes ein, wie man es hier nennt, « unpolitischer Streik » statt.
Fuer die naechsten Tage steht dort alles still (Aktion « tote Stadt » = keiner verlaesst das Haus).
Die Hauptforderung der Bevoelkerung ist, dass eine Strasse in der Region repariert wird, da Handelsgueter die Region seit laengerem nicht mehr erreichen koennen und somit die Preise fuer Nahrungsmittel und Benzin ins Unermessliche gestiegen sind.
Nach Meinung Anderer wird sich der Streik nicht weiter im Land ausbreiten.
Ansonsten ist gerade Halbzeit bis zu meinem Urlaub in Deutschland. Ich bin seit 9 Wochen da, und werde in neun Wochen fuer zwei Wochen zurueckfliegen.
Vielen Dank fuer 1202 Seitenansichten in zwei Monaten !
Diplomarbeit : Ich hatte eigentlich angenommen, dass meine Diplomarbeit auf wenig Interesse stossen wird, da das Thema sehr speziell ist, aber das Gegenteil ist der Fall.. Ich habe jetzt die dritte Anfrage bekommen, diesmal, ob sie fuer SchulUnterricht verwendet werden darf und noch weitergegeben werden kann.
Jobsuche : Ansonsten bin seit letztem Wochenende mal wieder auf Jobsuche, wer fuer mich eine gute Arbeitsstelle hat, ab Juni 2007, bitte melden.
Spiegel schreibt unter dem Titel “Unis in Finanznoeten-Hörsaal sponsored by Aldi”:
“Geht es um neue Einnahmequellen, werden klamme Hochschulen kreativ. Erste Hörsäle tragen bereits Discounter-Namen oder sind mit bedruckten Farbbändern geschmückt. ”
Super! Hoffentlich nennen sie Gymasien bald “Coca-Cola-Gymnasium”,
Kindergaerten “Aldi-Sued”, “Becks” oder “Maggi”-Kindergarten.
PS : Wie heisst Alenas Schwesterchen/Bruederchen ?
Schoene Gruesse und bis bald!
Nic
25. Oktober 2006
Der Ramadan ist zuende.
Am Wochenende gab es heisse Diskussionen, wann denn der Ramadan zuende sein wuerde. Dies haengt vom Mondstand ab.
Entgegen den Erwartungen haben wir am Sonntag um 22 Uhr erfahren, dass nicht Montag der Feiertag sein wuerde, sondern Dienstag.
Wir haben trotzdem bereits am Montag abends ein wenig gefeiert, gekocht und gegrillt.
Gestern hatte ich arbeitsfrei und konnte ein wenig durch die Stadt schlendern, ab sofort schallt einem in der Strasse wieder Musik entgegen… .
Vom Wochenende kann ich nichts besonderes berichten, die Stromausfaelle haeufen sich ein wenig, ich habe massig Zeit um zu lesen, Computer zu spielen und ein wenig zu “arbeiten” (UNHCR-Literatur zu lesen).
Im Gegensatz zu Deutschland oder Togo habe ich hier in Guinea mehr Freizeit als gewoehnlich, da einem als “Bewohner” der katholischen Mission einiges an Arbeit abgenommen wird:
Ich muss nicht einkaufen gehen, weder kochen noch putzen noch Waesche waschen -
ein absoluter Luxus wie ich zugeben muss.
Somit ist jede freie Minute ausserhalb der Arbeit reine Freizeit.
Highlight dieser Woche wird das Thiken Ya Konzert werden, ja, ich weiss, dass ich mich ein wenig wiederhole, aber hier in Conakry ist es etwas ganz Besonderes wenn man in der Freizeit mal so richtig was unternimmt.
Arbeit:
XXX
XXX
Tipp Nr.8
Geniesse den Sonnenuntergang.
Zwar ist dies der einzige Moment am Tag, wo dich die Moskitos angreifen werden (In Vergleich zu Togo gibt es hier uebrigens praktisch keine!!),
aber gleichzeitig ist dies auch der Zeitpunkt, wo du mit etwas Glueck mehrere hundert Fledermaeuse ueber die Daecher Conakrys fliegen sehen kannst.
Traore Amadou gibt dir noch folgenden Tipp: Erjage dir eine Fledermaus, die schmecken lecker, da sie sich nur von Fruechten ernaehren.
Soviel fuer heute,
bis bald,
Nic
20. Oktober 2006
Wenn ich so meine 10 langfristigen “Mitbewohner” in meiner Unterkunft betrachte, sind wir wirklich ziemlich international:
Leute aus Guinea, Israel, Burundi, Tansania, Spanien, Aegypten, Cote d’Ivoire, Aethiopien, Kenia - eine aeusserst spannende Mischung an Leuten, die einem ermoeglicht viele interessante Gespraeche zu fuehren.
Arbeit:
- Antrag erfolgreich: Ich bekomme endlich einen neuen leistungsstaerkeren Computer.
- Mission: Meine Mission im Januar nimmt klarere Zuege an. Da ein Fluechtlingscamp aufgeloest worden ist und deshalb mehrere tausend Fluechtlinge in ein anderes “umziehen” mussten, XXXX
Den Landweg in den suedoestlichen Teil Guineas zu benutzen ist nicht moeglich (und wird sowieso nie gemacht), da der Suedosten des Landes seit Wochen komplett von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Es gibt keine benutzbare Strasse mehr, mit dem besten Jeep braucht man 7-10 Tage und kommt stellenweise bestenfalls im Schritttempo voran.
Dies hat auch zur Folge, dass z.B. die Benzinpreise in der sogenannten Waldregion explodieren, angeblich kann man fuer 3 Euro pro Liter tanken, bei einem durchschnittlichen Monatsverdienst von maximal 25 Euro ist das wirklich viel.
-Vielleicht werde ich mich in meiner theoretischen Arbeit die ich erstellen werde mit dem Thema “Integration von staedtischen Fluechtlingen in Afrika: eine Illusion oder eine Moeglichkeit - Am Beispiel von Conakry/Guinea” auseinandersetzen. Das bietet sich fuer mich an, da ich naechstes Jahr ein wenig fuer das Thema lokale Integration zustaendig bin und ich das Thema ganz spannend finde.
Am Wochenende geht der Ramadan zuende, die heutige Nacht haben viele Menschen in der Moschee verbracht und so wie es aussieht haben wir am Montag frei.
Mit Fotos siehts hier echt schlecht aus, erst gestern hat sich jemand wieder seinen Fotoapparat abknoepfen lassen und nachdem ich meinen eigentlich gerne behalten wuerde, und nicht so sonderlich mutig bin, lasse ich meinen lieber im Schrank verschimmeln.
@Gaui und P:
Ja, Klopapier habe ich auch gebunkert, benutze ich aber nicht zum kopieren.
Aber eigentlich waere es ganz clever auf Klopapier zu kopieren… so recycling-maessig…bei dem Papierverbrauch hier… die Haelfte schmeisst man sowieso nach zwei Tagen weg.
Aber ansonsten sind hier die Sachen nicht so buerokratisch wie man meinen koennte, man kann durchaus auch mal seine Kinder mit in die Arbeit nehmen, wenn s nicht anders geht.
Spezielle Gruesse an den Harry!!
Schoen von dir zu hoeren.
Na ich wuensche more hope, more cash, more wonder!
Falls ich manchmal unverstaendlich schreibe, so liegt das an meinen Schreibstil, daran, dass ich manchmal Sachen nur andeute, sowie, dass manche Informationen nur fuer manche Personen verstaendlich sein koennen.
@P: Hey, meine “statistics” stimmen gar net, angeblich gab s heute nur einen Besucher, aber irgendwie gibt s schon drei Kommentare - macht aber nix.
Gruesse an alle, danke an die fleissigen Kommentatoren!
Vielleicht starte ich dieses Wochenende einen zweiten Versuch mit der Insel… .
Abschliessend moechte ich noch einen hervorragenden Artikel ueber Mauern aus der heutigen taz empfehlen:
“Im Zeitalter der neuen Schutzwälle”
Nic
Tipp Nr. 7
Wenn du einen Stadtplan (von 1982) kaufen willst, wird man 20 € von dir verlangen.
Sag einfach du hast einen Freund der die gleiche Karte hat, und dass du sie dir dann lieber kopierst, weil dir das zu teuer ist, und tue so als ob du gehen wuerdest.
Jetzt bekommst du die Karte fuer 7-8 Euro.
Merke: Scheue dich nicht davor beim Handeln ein bisschen zu luegen, je besser deine Geschichte ist, desto mehr sinkt der Preis. Darueberhinaus wird dir der Verkaeufer so oder so auch Geschichten erzaehlen die nicht unbedingt wahr sind .
Sei zudem nie genervt beim Handeln, sondern gut gelaunt.
Aergere dich nicht, dass du trotz deiner Handelskuenste oft mehr zahlst als andere. Wer mehr Geld hat, kann auch mehr zahlen.
Merke: Falls der Verkaeufer sagt, dass er mit dem Verkauf Verlust gemacht hat, hast du gut gehandelt (oder er will dir das Gefuehl geben du haettest gut gehandelt).
18. Oktober 2006
Hab gerade meine Unterlagen durchgeblaettert:
“XY:
Hat 7 dépendants. Only filles.
Demand for assistance.
Visite à domicile thursday.
Baby not snapped.”
oder:
“XY:
LIB
pas d’action.
AGR-Antrag- muss noch warten.
No assistance”
Ah ja, was soll man dazu sagen - im Uebrigen sehen alle meine Unterlagen so aehnlich aus. Oft wechsle ich mitten im Satz Sprache.
Kein Wunder, wir sprechen unter Kollegen meist Franzoesisch, wenn Fluechtlinge anwesend sind mit ihnen Englisch, aber ich denke meistens auf Deutsch (aber auch mal auf Franz. oder Engl.).
Ansonsten werde ich morgen als Prozessbeobachter ausgesandt.
Wird bestimmt auch ganz spannend werden.
Tipp des Tages Nr.6:
Falls du im System der Vereinten Nationen arbeitest, bunkere heimlich (!) Kopierpapier in deinem Buero.
Ansonsten stehst du bloed da wenn du mal dringend was kopieren musst und der Kopierer leer ist, denn nicht jeder kann Papier beantragen und wenn der Ansprechpartner deiner Abteilung (der einen schriftlichen Antrag stellen muss bei einer Person die nicht immer da ist) gerade nicht im Buero ist … hast du …
leider…
Pech gehabt… .
17. Oktober 2006
Urlaub:
Mein erster Urlaub ist genehmigt worden, an Weihnachten arbeite ich, dafuer habe ich ab ca. dem 30.12.06 bis zum ca. 14.01.07 frei und werde einen Abstecher nach Deutschland machen.
In der ersten Woche werde ich in Bayreuth sein,
in der zweiten (in der die Vorlesungen wieder begonnen haben), geht es nach Nuernberg und Muenchen.
Anschliessend wird die Zeit bis zum ersten Juni, meinem letzten Arbeitstag, wahrscheinlich wie im Fluge vergehen:
Ab Mitte Januar bin ich wahrscheinlich fuer mehrere Wochen auf Mission im Inland.
Anfang Maerz bekomme ich sicher Besuch und werde dafuer nochmal zwei Wochen Urlaub nehmen.
Na und spaetestens anschliessend geht es neben der normalen Arbeit wieder mal auf Jobsuche… .
Epilog zu Person X:
Person X war wohl schon oefters in Frankreich in der Psychatrie, zuletzt hat sie angenommen, dass ihr Vater ihren Freund umbringen will.
Anfangs war wohl geplant sie alleine nach Frankreich zurueckfliegen zu lassen, nachdem ich ihnen aber ein wenig Fachwissen ueber die Krankheit berichtet habe (vor ein paar Jahren hebe ich ein paar Buecher dazu gelesen) und sie ziemlich krasse Anfaelle im Krankenhaus trotz hoechstdosierter Drogen bekommen hat, hat Arzt A und B sie zum Flughafen von Conaky gebracht, wo Spezialarzt C aus Dakar sie bis nach Senegal begleitet hat, wo sie wiederum von Arzt D (Spezialarzt aus Frankreich) abgeholt worden ist.
Auf dem Weg zum Flughafen hat sie wohl angenommen, dass es ihre letzte Todesfahrt ist.
Naja, so im Krankenhaus in Conakry hatten wohl ein Haufen Leute panische Angst vor ihr.
Ansonsten sind die Arzte hier in Conakry solche Faelle gewoehnt, es gibt wohl regelmaessig Europaer die durchdrehen, wenn auch nicht so extrem.
XXX
Und wenn ich da meine interne Statistik anschaue:
Bereits 5 Leute ( die zeitweise in der selben Unterkunft gewohnt haben wie ich), die zum arbeiten nach Guinea gekommen sind, waren innerhalb von 30 Tagen wieder weg. Rekord: 5 Tage.
Finanzen:
Ansonsten werden bald die Preise fuer mich um 25% steigen:
Mein Bargeldvorrat neigt sich dem Ende zu, auf dem Markt bekommt man problemlos 8000 FGN fuer einen Euro, bei der Bank, von der ich bald per Kreditkarte Geld beziehen werde, ist der Wechselkurs vom Staat bei 6000 FGN fuer einen Euro festgelegt.
Um Geld zu sparen wurden den Ministern uebrigens ihre Jeeps entzogen, dafuer haben sie neue Autos bekommen - schwarze Toyota Corolla (!) mit getoenten Scheiben.
Einzig der Praesident hat noch seine Limo.
Conakry:
Ich wohne gluecklicherweise in so gut dem einzigen Stadtviertel wo es momentan Leitungswasser gibt und meistens sogar Strom.
In allen anderen Stadtviertel gibt es so gut wie keinen Strom und vor allem seit drei Wochen kein Leitungswasser mehr ( Schon zwei Strassen von mir entfernt gibt es kein Wasser mehr).
Das bedeutet fuer meine Arbeitskollegen und die Bevoelkerung, nachts aufstehen wenn es regnet um Wasser einzusammeln.
Naja, nach dem Ramadan (wo die Leute auch mal von zwoelf bis drei Uhr nachts beten gehen) ist es nach meiner Einschaetzung gut moeglich, dass es mal wieder zu einem Generalstreik kommt (November, Dezember, Januar). Zumal die Preise steigen, viele Preise haben sich in den letzten drei Jahren verdreifacht, ohne dass die Gehaelter ansatzweise gestiegen sind… .
Wochenende:
Am Wochenende ging es mir “guineisch”.
Anstatt auf die Frage “Wie gehts?” (ca va?) “Es geht” (ca va) zu antworten kann man auch sagen es geht einem “guineisch (ca va à la guinéenne) was so viel bedeutet wie “nicht so gut”.
Hatte naemlich ein wenig Durchfall, seit Sonntag nachmittag bin ich aber wieder gesund.
UNHCR:
XXX
- Rueckkehr (wollen nicht alle, da sie zu viel Dinge erlebt haben, entzignet worden sind etc. - Stichwort Traumatisierung)
- Integration in das Land das Asyl gewaehrt (haengt in der Realitaet auch massiv davon ab, was der Staat von dieser Loesung haelt, im Fall von Guinea eher positiv, allerdings stellt sich die Frage wie man sich in ein Land integrieren kann das selber massive (Armuts)probleme hat.
-Weiterwanderung (wollen ALLE: manche Staaten wie Amerika, Australien, Schweden, nicht Deutschland sind nach dem Prinzip der gemeinsamen Verantwortung globaler Probleme bereit besonders gefaehrdete Fluechtlinge aufzunehmen, in der Realitaet ist dies in der Zwischenzeit fuer guineische Fluechtlinge nur noch in den allerseltensten Einzelfaellen moeglich)
XXX
Freizeitplanung:
In einer Woche ist der Ramadan zu Ende, dann feiert das ganze Land erst einmal und in zwei Wochen geht es mit einigen guineischen Freunden auf das langersehnte Konzert im Stadion von Conakry von “Thiken Ya Fakoly“, den viele von euch kennen sollten, da ich letztes Jahr fleissig Kassetten mit seiner Musik verschenkt habe.
Neue Rubrik:
Ab sofort fuehre ich eine neue “Rubrik” ein, die “Tipps und Tricks” - Rubrik, in der Hinweise gegeben werden, wie der Alltag in Conakry/Guinea problemlos bewaeltigt werden kann.
Lebensnah, spannend und aus dem Alltag gegriffen.
Bei jedem meiner Berichte wird es einen neuen Tipp oder Trick geben.
Zur Eroeffung der Rubrik heute mal fuenf Tricks.
Im Uebrigen sind manche Tipps auch auf andere Laender Westafrikas uebertragbar.
Tipp Nr.1: Wenn dir jemand in Conakry erzaehlt, dass ein bestimmter Ort nicht weit entfernt ist:
Bitte nicht unbedingt glauben, das sagen die Leute hier manchmal nur aus reinster Hoeflichkeit, es kann sein, dass man erst nach eine Stunde Fussmarsch unter gluehender Sonne sein Ziel erreicht.
Tipp Nr.2: Wenn dir jemand in Conakry erzaehlt, er kennt den Weg:
Bitte nicht unbedingt glauben, kann sein, dass es stimmt, vielleicht aber auch nicht. Im Zweifelsfall sagt man dir aus Hoeflichkeit: “immer gerade aus” - auch wenn es die verkehrte Richtung ist.
Jetzt stellt sich die Frage: Was macht man wenn man selber nach dem Weg gefragt wird und den Weg nicht kennt?
Tipp Nr.3:
Kein Leitungswasser trinken!
Flaschen sind teuer, am besten sogenanntes Tuetenwasser der Marke Kakoulima oder Coyah trinken.
Vor dem reinbeissen evtl. ueberpruefen, ob es eine Originaltuete ist oder ob sie nachgefuellt und neu zugeschweisst worden ist. 25 x 0,33 l kostet 40 cent.
Tipp Nr.4:
Vor Strassenkoeter keine Angst haben!
Die sind hier vollkommen harmlos und haben selber Angst. Sollten sie dich trotzdem nerven (auch wenn sie dir nie hinterherlaufen werden), buecke dich einfach und tue so als ob du einen Stein aufheben wuerdest und schon sind sie weg.
Tipp Nr.5:
Solltest du mal Taxi fahren muessen, meide im Taxi den linken Platz des Beifahrersitzes!
Da der Fahrer ab und zu auch mal Gang wechseln muss, wirst du dich andauernd verrenken muessen.
Am gemuetlichsten ist der rechte Platz des Beifahrersitzes.
Danke fuer die zahlreichen Kommentare und Anrufe! Schoene Gruesse aus Conakry!
Bis bald,
Nic
11. Oktober 2006
XXX
Conakry ist wirklich ein gigantisch.
XXX
Ansonsten bedanke ich mich bei euch fuer laut google-analystics 694 Seitenansichten seit dem 1. September.
Ich habe scheinbar treue Leser in Irland, Ecuador, Frankreich, Schweiz und Deutschland.
Heute Abend geht s mal wieder zum Libanesen (Taboulé+Humus) - waehrend des Ramadans ist die Auswahl nicht wirklich gross.
Ansonsten bin ich shcon seit 7 Wochen da - unglaublich wie schnell die Zeit vergeht… .
@Gaui: wo gibt s denn in Bayern Mossbueffel?
Wann kommt eigentlich der naechste/letzte Harry Potter raus?
Ansonsten viel Spass am Wochenende in Gostenhof und anderswo.