30. November 2006

Handynetze

Filed under: GUINEA 2006/2007 — Nic um 18:23:47

In Guinea gibt es drei unterschiedliche Handynetze: Netz 1, Netz 2 und Netz3.
Ein Anruf von
Netz 1 < -> Netz 3 funktioniert nie
Netz 1 < -> Netz 2 funktioniert fast nie (jedes zwanzigste Mal)
Netz 1 < -> Netz 1 funktioniert fast immer
Netz 2 < -> Netz 1 funktioniert nie
etc.
.
.
.
.
.
.
-> Hier benoetigt man (als Geschaeftismann, Mitarbeiter UNHCR etc,) drei Handys um erreichbar zu sein. Unpraktisch und teuer, aber so isses hier. Ich hab trotzdem nur eins.

28. November 2006

Blanko-Postkarten, Paesse, Polizisten

Filed under: GUINEA 2006/2007, Politik - Guinea — Nic um 13:27:33

Juhu, ich habe endlich wieder meinen Reisepass mit gueltigem Visum.
Eingeschraenkte Bewegungsfreiheit ade. Ich habe es geschafft nicht ein einziges Mal von Polizei ohne Pass kontrolliert zu werden.
Falls alles klappt, und ich am Samstag nicht arbeiten muss, geht’s am Wochenende mit einigen Freunden auf eine Insel.
Ansonsten habe ich heute eine Mail bekommen, die bei mir angeblich am 31.12.29 um 15:27 Uhr angekommen ist.
Cool, GMX kann Nachrichten aus der Zukunft empfangen ;-) .
Das muntere guineische Ministerkarussel geht weiter, diesmal gibt’s einen neuen Innenminister.
Genauso wie letztes Jahr in Togo ist hier in Guinea im Meer Erdoel gefunden worden - und kein einziger Mensch freut sich darueber.
Arbeitstechnisch ist es alles andere als langweilig, ich bin wie ich zugeben muss mitunter ein wenig ueberfordert, da es nicht immer einfach zu entscheiden ist, was man am Besten tun sollte, um bestimmte Probleme zu loesen/Ziele zu erreichen und man sehr viel auf sich alleine gestellt ist, da selten jemand Zeit hat einen zu unterstuetzen oder Tipps zu geben.
Uebrigens habe ich am Wochenende in der ganzen Stadt verzweifelt Postkarten gesucht, aber scheinbar gibt es hier keine :-( .
Na, dann muss ich wohl, um mein Versprechen einzuhalten, im Januar in Deutschland Postkarten kaufen, um sie dann im Februar von Guinea aus zu verschicken.
Wer es eilig hat und eine Weihnachtspostkarte will…
… muss mir wohl oder uebel …
… eine Blanko-Postkarte …
… nach Conakry schicken!!
Schoene Gruesse an Alle,

Nic

PS: Habe leider immernoch keine Fotos machen koennen und das wird sich wahrscheinlich nicht aendern. Demzufolge werde ich euch logischerweise im Januar auch keine zeigen koennen… .

24. November 2006

Steuern und Asyl

Filed under: GUINEA 2006/2007 — Nic um 18:50:22

In Guinea gibt es auch ein ganz “nettes” Steuersystem:
Je mehr du verdienst um so mehr zahlst du an Steuern (max. 30%) - solange du unter 3.000.000 FGN im Monat verdienst.
Verdienst du mehr zahlst du ploetzlich nur noch eine Steuer von 5 Prozent.

Liberianische Fluechtlinge in Deutschland:
Hab heute zufaellig gelesen, dass das BAMF (Bundesamt Migration und Fluechtlinge) 2004
von 394 Asylantraegen 0 anerkannt hat.
Immerhin hat eine von 394 Personen ein Abschiebehindernis ($53) bekommen.
Wie nett.

22. November 2006

Ein kurzes Update

Filed under: GUINEA 2006/2007 — Nic um 17:34:34

Ich hab seit fast einer Woche nichts mehr geschrieben, habe aber auch nichts besonderes erlebt.
Am Wochenende bin ich mal wieder recht viel mit einem guineischen Freund in der Stadt (und den Vororten) unterwegs gewesen, um seine ganzen Verwandten und Freunde zu besuchen die er in der Stadt hat.
Es ist ueblich ueberall vorgestellt zu werden, man darf sich dann auch oftmals eine kleine Willkommensrede vom Familienoberhaupt oder von der Familienoberhaeuptin anhoeren und muss dann eine kleine Dankesrede halten. Wie ueblich darf man auch unter keinen Umstaenden was zahlen wenn z.B. eine Cola geholt ist - egal wie reich man ist und wie arm die Familie ist. (In Togo wurde ich mal zum Essen eingeladen durfte aber unter KEINEN Umstaenden was zahlen, da ich ja der Gast sei, wie sich Wochen spaeter zufaellig rausgestellt hat, haben wir 15 Prozent des Monatslohnes vom Familienoberhaupt ausgegeben gehabt - aber so sind die Leute hier mitunter).
Da ich in der Zwischenzeit (hauptsaechlich aufgrund der Arbeit) so gut wie alle Stadtteile kenne wage ich nun auch zu behaupten, dass die meisten Stadtteile “wie nach einem Krieg aussehen, auch wenn es hier nie einen gab”. Kein Wasser, keine Strassen, kein Strom, keine Toiletten, keine Muellabfuhr etc. .
Die Arbeit verlaeuft gut (von superspannend-alltaeglich),
ich esse quasi jeden Tag Fisch (Capitaine?),
es ist angenehm heiss,
ich habe momentan wieder ein kleines Papierproblem,
dafuer gibt es aktuell Strom und fliessend Wasser bei mir daheim,
in ca. 6 Wochen bin ich wieder in Deutschland (fuer ca. 2 Wochen),
wir haben einen neuen Praktikanten (diesmal aus Lateinamerika).

Also bis bald,

Nic

17. November 2006

World Television Day

Filed under: GUINEA 2006/2007 — Nic um 13:35:18

Ich habe gerade erfahren, dass am 21.Nov “World Television Day” der Vereinten Nationen ist.
Da ich genauer wissen wollte, was das genau ist und das irgendwie lustig klingt, mal schnell gegoogelt….
jetzt weiss ich es. Ich hab zudem herausgefunden was man an diesem wichtigen Tag zu tun hat (kein Witz) :

“World Television Day
November 21

Explain:
(…) The transmission and reception system that makes television possible was invented in the 1920s by a Latter-day Saint named Philo Farnsworth. Thus the invention of television can be seen as one way that the Saints have contributed to the improvement of the world. (…)

Pray:

Give thanks for the ways television enriches your family’s life.
Give thanks for the downpouring of knowledge that allowed Philo Farnsworth to invent television.
Pray that societies will find new ways to use television as a force for good. “

16. November 2006

Arbeit

Filed under: GUINEA 2006/2007 — Nic um 15:43:23

Ich denke ich habe schon lange nichts mehr ueber meine Arbeit berichtet,
im Prinzip gibt es diesbezueglich keine Neuigkeit, die Arbeit ist wie immer vielseitig und spannend,
aktuell habe ich z.B. mit folgenden Themen zu tun:
XXX
Soviel fuer heute, schoene Gruesse,
Nic

15. November 2006

Tipp 10

Filed under: GUINEA 2006/2007 — Nic um 16:10:49

Solltest du aus der Unterkunft in der ich wohne rausfliegen wollen, dann nehme Beispiel an einem meiner ehemaligen “Mitbewohner”, der seit seiner Ankunft auf meiner persoenlichen roten Liste stand (ich gab ihm das Etikett: europaeischer Soeldner):
-Beschwere dich, dass es kein Wasser gibt,
-lasse dir den Tip geben fuer 80 Euro die Nacht ins Novotel, Hotel Riviera oder Hotel Camayenne zu gehen (da sieht es mit der Wasserversorgung besser aus)
-fang dann an eine halbe Stunde lang rumzuschreien
-fange anschliessend an alles kaputtzumachen was in deine Reichweite kommt…
… und schon hast du dein Ziel erreicht.