27. Februar 2007

Conakry - letzte Fotos

Filed under: GUINEA 2006/2007, Photos, Politik - Guinea, SENEGAL 2007 — Nic um 10:28:33

Conakry - vorerst letztes Foto
Mehr “private” Fotos habe ich nicht. Übrigens sind auf diesen Fotos “nur” die “normalen” Einheiten zu sehen.
Von den Eliteeinheiten der “berets rouges” die von westlichen Staaten ausgebildet werden und die für einen nicht geringen Teil der Taten verantwortlich sind, habe ich keine.

Hier die schmale Stelle zwischen dem kleinen Stadtzentrum und dem Rest der Stadt (das Stadtzentrum Conakrys ist ja quasi eine Insel, was für Evakuierung etwas unpraktisch war… ich hätte evtl. die Möglcihkeit gehabt mit nem Boot nach Sierra Leone, Freetown zu kommen, war mir aber dann doch zu unsicher… noch unsicherer)
cky2.jpg

Rückblick Conakry


Guinea-News:
Der Präsident hat einen Premier ernannt der von den Gewerkschaften vorgeschlagen worden ist.
Somit besteht tatsächlich eine Chance auf Änderung, ich möchte noch nicht zu früh urteilen, aber es sieht nicht schlecht aus.
Die Lage entspannt sich, gestern wurde von den Gewerkschaften eine Art Gedenktag für die Toten der letzten Wochen ausgerufen, heute beginnen die Menschen erstmals wieder das Arbeiten.

Für Leute die es interessiert ein kleiner “Politik-Exkurs”:
Gewerkschaften versus Parteien
Einer der interessantesten Aspekte bezüglich dem was in Guinea in den letzten Wochen passiert ist, ist meiner Ansicht nach die Rolle der Gewerkschaften die “Begründer” einer breiten Bewegung gewesen sind.
Die “traditionellen” Oppositionsparteien die zwar nie bedeutend waren, aber trotzdem immer präsent, haben sich in den Gewerkschaftsverhandlungen überhaupt nicht eingemischt und auch nicht versucht “Mitglieder” zu rekrutieren oder die breite Gewerkschaftsbewegung für ihre Belange zu nutzen. Einzig haben sie ihre “Solidarität” mit den Gewerkschaften ausgesprochen, und gesagt, dass sie für die selben Ziele eintreten, dies aber ohne sich in Vordergrund zu drängen.
Dies wird mitunter so interpretiert, dass die Oppositionsparteien einfach erst einmal hauptsächlich einen Regierungswechsel wollen, und Angst hatten “die Bewegung” der Bevölkerung zu spalten bevor es zu einem Politikwechsel kommt und die Bewegung somit geschwächt wäre.
Die Gewerkschaften wurden von der Bevölkerung vollständig als ihre Repräsentanten anerkannt, viel mehr als dies mit den Parteien möglich gewesen wäre.
Mit anderen Worten: Das, was die Gewerkschaften gemacht haben, hätten die Parteien so nicht schaffen können.