Sich einmal wie Dagobert Duck fühlen zu könnnen, ist in Guinea möglich, wenn man gerade von der Bank kommt und der Wechselkurs gerade gut ist.
Einen Freund von mir hat es erwischt: Er hat sich ne Menge (!) Geld in Franc Guinea ausgeliehen und musste mehr als das dreifache (!) wegen einem neuen Wechselkurs zurückzahlen (in dem Fall war gerade eine Phase krasser Deflation).
Hier ein Foto von meinem Zimmer, rechts mein Schreibtisch, links mein Bett:
Und hier Geldhaufen neben meinem Rucksack - frisch von der Bank kommend:
Problem in der Bank: Kreditkarten werden nicht angenommen, genausowenig wie andere Karten, d.h. man muß sich per Western Union Geld schicken lassen.
Wenn das Geld dann da ist, hat man die Qual der Wahl:
Die ganzen Geldbündel in aller Öffentlichkeit durchzählen,
oder Vertrauen, dass die Scheine “richtig gezählt sind” und das Geld schnell in den Rucksack stopfen. “Richtig gezählt” ist das Geld aber gelegentlich nicht, hier und da fehlt dann schon mal im 100er-Bündel, kleine 10er-Bündel.
Auf der Straße oder auf dem Markt Euros in Franc zu wechseln ist auch ganz easy, wenn auch eine Verhandlungssache: Bei Fremden, muß man dann schon 10 Minuten verhandeln. Am besten, man geht immer zur selben Person, die will einen dann ja als festen Kunden behalten und man bekommt nach kurzem Feilschem immer einen sehr fairen Preis.
Auf der Straße und auf dem Markt sollte man aber nur Tauschen, wenn man den Wechselkurs gut kennt und recht “erfahren” ist, sonst wird man ziemlich heftig “abgezockt”. Zudem sollte man zu einer Person gehen, die regelmässig am selben Ort da ist, um zu vermeiden, dass man an Jemanden gerät, der mit dem Geld in der Hand verschwindet.
Krasse Fotos
Hm, was ist von Facebook zu halten?
Datenschutztechnisch der allergrößte Müll, aber unglaublich praktisch um Kontakte rund um die Welt aufzubauen, bzw., aufrecht zu erhalten. Der schnellste Weg zum “gläsernen Menschen”?
Bitte um Meinungen.
Wohin geht der Nic?
Urlaubsplanungen.
Da ich wieder einen richtigen Job habe, kann ich wieder planen.
Wikipedia definiert Urlaub folgendermassen: “Urlaub ist die Zeit, die ein arbeitsfähiger Arbeitnehmer, Beamter oder auch Selbstständiger von seinem Arbeitsplatz berechtigt fernbleibt, obwohl nach Tages- und Wochenzeit eigentlich Arbeitsleistungen zu erbringen wären.”
Wie sehr wünsche ich mir doch Sommer, Sonne, Strand (hier ein herrliches Foto von Dakar, Senegal - Bild ist anklickbar).
Plan Nr. 1: Paris im Herbst/Winter 2007 für ein verlängertes Wochenende.
Plan Nr. 2: Barcelona, Katalonien im Frühjahr 2008 für 5-9 Tage: In Spanien war ich noch nie so wirklich, doch wohnen da ein paar Freunde von mir, die mich z.T. auch erst besucht haben und die ich in Guinea kennengelernt habe - vielleicht ist auch ein mehrtägiger Abstecher zum Wandern in den Pyrenäen möglich und das Land Andorra wäre auch sehr sehr reizvoll.
Plan Nr. 3: Früh - Spätspommer 2008: Ich schwanke noch zwischen:
A. 3 Wochen (Ausnahmsweise) Westafrika: Tour von Guinea über Mali (Bamako+ Oasenstadt Timbuktu) - Burkina Faso bis nach Togo evtl. dann noch nach Ghana/Accra, oder Guinea-Mali-Burkina-Niger, oder Kamerun-Nigeria-Benin-Niger-Togo oder jeweils die umgekehrte Reihenfolge.
Themenreise wäre auch cool, z.B. dem Lauf des Nigers (Fluss) folgen, das könnte dann so aussehen:
B. 3 Wochen Lateinamerika: Evtl. Bolivien, NICHT, oder nur am Rande Peru, Brasilien.
C. 3 Wochen Asien: Vietnam-Kambodscha oder evtl. Indien-Nepal
Ach so (!): Wenn Herr G. aus B. mitreist wäre es auch sehr interessant zu den Philippinen zu reisen!
D. Ein “abgefahrenes”, aber sicheres und hochinteressantes Reiseziel wäre natürlich auch Libyen. Da würde es sich anbieten quasi “en passant” Ägypten oder Tunesien “mitzunehmen”.
E. Oder doch was anderes.
Ok, das wäre dann doch etwas ZU weit, man muss es ja nicht übertreiben… .
Habe beschlossen nicht mit Schäuble-Reisen zu reisen.
Falls jemand mitfahren will, Ideen hat… gut wäre es möglichst bald eine Entscheidung zu fällen (bis Ende 2007), dann könnte man sich gut vorbereiten (z.B. ein Sprachkurs ohne konkrete Motivation klappt bei mir einfach nicht).
Wen s interessiert: Failed states - sog. “gescheiterte Staaten”
Wenn man das Bild anklickt, wird´s auch ein bisschen leserlicher. Nach dieser Einteilung ist mit am Start (als failed state): Guinea, Burma, Liberia, Sierra Leone, Ruanda, Irak, Afghanistan, Simbabwe und ein paar andere.
NACHTRAG: Bitte KOMMENTARE betrachten!
Traue ich mich wirklich es zuzugeben… ?
Na gut, für meine lieben Leser schon:
…Ich kam vor Kurzem von der Arbeit heim…
…und habe irgendwann Hunger bekommen…
…dann habe ich mich ganz dumpf erinnert,…
…dass man wenn man Hunger hat…
…einkaufen gehen kann….
…und sich selber was zu Essen kochen kann…
…das war ein echter Geistesblitz…
…kochen ist für mich gar nicht mehr so selbstverständlich…
…zuletzt bei Hotel Mama/Papa gewesen…
…zuvor in Senegal gelebt…
…zuvor in Guinea gelebt…
…lediglich in Senegal habe ich ab und zu mal abends ein Essen zubereitet…
…aber da hatte ich nur einen Gaskocher und einen Topf…
…also bin ich zum Tengelmann gegangen…
…hab Essen zubereitet…
…es gab Nudeln mit Pesto…
…jeder (Neuanfang) ist schwer…
Ansonsten habe ich am Samstag noch die Unabhängigkeit Guineas gefeiert, war ganz supernett, habe zufällig einen Guineer getroffen der in der selben Unterkunft gewesen ist wie ich. Momentan ist die große Diskussion innerhalb exilguineischen-Gemeinschaft, ob jetzt der Zeitpunkt für die Rückkehr da ist, oder ob es noch zu früh ist.
