18. Oktober 2007
Nachtrag 20.10.
Protestdemonstration wurde unterbunden/niedergeschlagen. Für SO ist eine Großdemo in Lomé geplant. Die taz berichtet mal wieder von Togo diesmal unter dem Titel “Proteste nach Parlamentswahlen“.
19. 10.
Die vorläufigen Wahlergebnisse wurden bekanntgegeben: Die Partei die seit über 40 Jahren an der Macht ist hat/hätte die Mehrheit.
Die Wahlen seien friedlich verlaufen mit einer extrem hohen Wahlbeteiligung (80-90 %).
Jetzt stellt sich die Frage, ob auch die Auszählung als “fair” und “transparent” beurteilt wird.
Wenn nein, wird es meiner Prognose nach zu schweren Unruhen kommen.
Wenn ja, hängt es davon ab, ob die Opposition die Ergebnisse anerkennt. Zu Erinnerung: 2005 Übernahm der Sohn vom Diktator Eyadema die Macht, es kam zu falschen Wahlen, es gab über 500 Tote und 40.000 Flüchtlinge (mindestens 0,5% der Bevölkerung!) .
14. Oktober 2007
Sehr sehenswert und online kostenlos sehbar, der Dokufilm: Die Chefin
Inhaltlich geht es um Liberia und ihre Präsidentin Sirleaf. Arte ist einfach klasse.
Ansonsten berichtet die taz unter dem Titel Kein Blutvergießen mehr von den kommenden Parlamentswahlen in Togo und zeigt sich ganz optimistisch.
Nachtrag: Die Wahlen sind am Sonntag in Ruhe verlaufen, jetzt muß man mal die Ergebnisse abwarten.
25. September 2007
Während auch Togo von den Überschwemmungen in Afrika betroffen ist (man spricht von über 100.000 Betroffenen - so wie ich verstanden habe Personen die ihr Haus verlassen mussten) finden die letzten Vorbereitungen für die am 14. Oktober stattfindenden Wahlen statt. Dies wird eine Probe für die Regierung sein, in der sich zeigen wird, ob sie ihre Versprechen hält - zur Erinnerung:
Nach dem Tod Eyademas im Jahre 2005, der 40 Jahre lang Gewaltherrscher im Land war, putschte sich sein Sohn Faure mit Hilfe des Militärs an die Macht. Es kam zu schweren Unruhen (500 Tote, zehntausende Flüchtlinge) und es wurden im nachhinein Wahlen abgehalten, die aber definitiv nicht “demokratisch” waren. Der neue Präsident versprach, dass nun alles gut werden würde…
… und Togo auf den Weg zu einer “Demokratie” sei.
Angesichts weitergehender Repressionen gegen Oppositionelle kann man davon momentan nicht wirklich ausgehen, dass sich die Lage grandios verändert, wenn man aber auch erkennen kann, dass sich die Lage ein klein wenig verbessert hat.
Ich bin gespannt wie die Wahlen diesmal verlaufen, insbesondere ob Frankreich, gegenteilig zur EU die die Regierung stark kritisiert, wieder von “freien, fairen und ruhigen” Wahlen sprechen wird wie das letzte Mal für den Fall, dass es keine fairen Wahlen sind. Dazu muss man wissen, dass diverse Personen aus der französischen Politik engste Verbindungen zu Diktatoren hatten und haben (man kann durchaus von persönlichen Freundschaften sprechen) und Frankreich zwischendurch gerne hier und da mal gerne “hilft” (Waffenlieferungen, militärische Berater, Militäreinsätzen… zumindest früher auch mit Putschen) .
Die Aussage Sakorzys, dass es mit ihm eine Wende in der Afrikapolitik geben würde, wird von diversen Politikwissenschaftler momentan eher als “Farce” angesehen.
22. Dezember 2005

Eine der hundert Tankstellen von Dapaong…
In Nürnberg
NACHTRAG 2006: ICH HABE ES AUF DIESER HOMEPAGE AUS GEGEBENEN GRUENDEN GROESSTENTEILS UNTERLASSEN POLITISCHE STATEMENTS (v.a. zum THema: Politik in TOGO) ABZUGEBEN.
Zu berichten gibt es eigentlich Einiges.
In Togo wird sehr viel ueber Politik diskutiert, denn die existierende politische Situation ist, milde gesagt, sehr schwierig.
Anfang 2005 vertarb der “Praesident” Eyadema, der fast 40 Jahre lang an der Macht war, nach seinem Tod hat sich sein Sohn Faure Gnassingbe mit Hilfe de Militaers an die Macht geputscht.
Es kam zu schwersten Protesten, Togo stand am Rande eines Buergerkrieges, Faure musste zuruecktreten um im April bei sehr dubiosen Wahlen gewaehlt zu werden - Es gab insgesamt ueber 600 Tote, Tausende von Verletzten und ueber 30.000 Buergerkriegsfluechtlinge.
14. Dezember 2005
Am Freitag geht s um 4 Uhr frueh mit dem Flugzeug nach Paris (Ankunft 10.30 ).
Mit etwas Gluck schaffe ich es Freitag Abend/Nacht in Nuernberg anzukommen, wo ich erst einmal bis Sonntag frueh bleiben werde.
Dann geht s fuer 36 Stunden nach Bayreuth.
VIELEN DANK FUER EUER INTERESSE, FUER DIE GANZEN KOMMENTARE UND MAILS!!!!!!!!!!!!!
Bis die Tage,
Nic
12. Dezember 2005
In Dori gab s dann noch ne Exkursion zu ner Oase und den ersten Saharaduenen,
so richtig in die Sahara ging s nicht… Raeuberbande is momentan unterwegs ( und wie ueblich wird vermutet, dass das Militaer dahinterstecken koennte), somit war meine Bewegungsfreiheit ein wenig eingeschraenkt.
Die letzten Tage hab ich dann bei einem Bekannten von einem Freund aus Ougadougou verbracht, die beide in einer Meschenrechtsorganisation taetig sind.
Erstmals seit Ewigkeiten ein paar Deutsche getroffen.
Danach 3 Naechten in “Dori” ging s dann zuruck nach Ougadougou (wie ueblich 8 stunden fuer 250 km), wo ich die letzten Tage verbringen werde , bevor s leider/endlich (?) wieder nach Deutschland geht.
Ansonsten streike ich heute mal hab gerade keine Lust viel zu schreiben, dazu isses hier viel zu warm.
Werde mich erstmal ein wenig in den Schatten legen und chillen.