09. Dezember 2005
Sahelzone ist herrlich!!!
Auch wenn ich s nicht ganz in die richtige Sahara schaffen werde, ist zwar nur noch 30 -50 km entfernt, aber da kommt man sehr schlecht hin (zumindest heute und morgen). Mit einer Touaregkameltour wirds diesmal somit wohl nix, aber im Sommer 2007 (bei meiner nechsten Afrikareise) schaffe ich das bestimmt.
Hier ist alles glaenzlich anders wie im Süden.
an meine Eltern:
Das mit der Bahn klingt gut, hab sicherheitshalber auch ein paar Euros mitgenommen gehabt…
Schmetterling ist zu spaet, Pascal und Ulf eventuell, aber eher unwahrscheinlich (koennt sie aber evtl vorwarnen, dass passieren koennte?), haengt im Prinzip von ANkunftszeit des Flugzeugs ab, und der ist noch unbekannt, wird aber wahrscheinlich frueh morgens ankommen so, dass ich direkt nach Nbg weiterfahren kann.
Gruesse, Nic
07. Dezember 2005
Ougadougou, Burkina Faso.
Gestern ging s auf eine Demo in Gedenken an Norbert Zongo, einem Burkinabeischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten der wahrscheinlich vom hiesigen Regime ermordet worden ist. Es gab ca. 6000 Teilnehmer.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Mein Rueckflug nach Paris ist um ein paar Tage verschoben worden, neuer Termin ist wohl erst der Freitag 16. Dezember: Das heisst in Nuernberg oder Bayreuth bin ich erst am 17.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ein bisschen aergerlich, dann wird vor Weihnachten alles ein wenig stressiger,
ausserdem hab ich ein Flugticket Paris- Nuernberg (12 Dez) zu verschenken.
Ein grosser Vorteil hingegen ist,
dass ich noch spontan (ab morgen) ne Tour Richtung Sahara, also in den Norden Burkina Fasos, machen kann:
Die Kamele, Touaregs, Peuls (auch Nomaden), Sanddünen sowie der legendäre Markt von GOROM GOROM warten auf mich……..
Also bis die Tage!
Nic
05. Dezember 2005
Ein kurzer Stromausfall hat gerade meinen geschriebenen Text zerlegt, deswegen nur Stichpunkte, hab keine Lust noch einmal eine dreiviertel Stunde das gleiche zu schreiben.
Die Geschichte in der
zwei Militaerflughaefen,
ein abgestuerztes Flugzeug,
meine eingeschraenkte Bewegungsfreiheit (durfte ein Dorf 5 Stunden lang verlassen) durch die Armee (ein paar hundert hochgeruestete Soldaten),
sowie der “Praesident” Togos (den ich gesehen habe)
vorkommen gibt s wohl erst in Deutschland….
Ist aber alles nicht ganz so krass wie s klingt.
Ansonsten bin gestern Nacht in Dapaong angekommen (240 km in nur 6 Stunden trotz der ueblichen Panne), davor war ich seit Kpalime noch in Kara, Niamtougou.
Die Rundreise war wunderschoen, absolut lohnenswert, Togo ist superverschieden (Klima, Kultur, Baustil,……..) muss man gesehen haben!!
Morgen oder uebermorgen gehts weiter nach Ouga, der letzten Station vor meinem Abflug (12.12).
Also bis bald,
Nic
02. Dezember 2005
Kleiner Rueckblick:
Mittwoch:
Internationale Industriemesse (war superspannend)
Strassenkinderprojekt angeschaut
Grand marché + Markt von Bè
Diskussionsveranstaltung UNICEF Kinderrechte/Kinderhandel
Buchlaeden
ausserdem hat das Militaer ein wenig meine Tagesplanung versaut:
1. Wollte ja an den Strand gehen, ist eigentlich der gefaehrlichste Ort Togos, deshalb wollte ich zu einem gesicherten Strand vom Restaurant “Lomé rivage” .
War aber geschlossen, denn vor sechs Wochen ist dort in der Gegend einer der 50 bis 100 Halbbrueder/schwestern des “Praesidenten” ertrunken, da er von der gefaehrlichen Stroemung erfasst wurde:
Reaktion des Staates war: Halbschwester taucht mit hundert bewaffneten Soldaten auf, diese schmeissen alle Gaeste raus und zerstoeren alles, da der Besitzer fuer den Tod verantworlich gemacht wurde.
2. Bin zufaellig am Goetheinstitut vorbeigekommen, is immer nur wegen den Militaers, geschlossen. Renovierung ist noch nicht fertig.
3. Hab ein Foto von einer Strassenkreuzung gemacht, um auch mal ne geteerte Strasse zu fotografieren, leider hab ich ein paar Militaers uebersehen, wusste aber auch gar nicht, dass so etwas verboten ist, isses in Wahrheit vielleicht auch nicht.
-> Ausweiskontrolle, Kontrolle der anderen gemachten Bilder ( hab fuer Togoreise aus Vorsicht zum Glueck extra andere Speicherkarte reingetan),
naja hab ein bisschen vom Thema abgelenkt, so dass wir ins plaudern geraten sind,
und wie s halt klar war (”du bist ja so nett und jetzt unser Freund, und laedst uns sicher zu ner Cola ein”) , endete das ganze in ne Geldabzocke, hab den Preis auf 200 FCFA runtergedrueckt (30 cent), was sie nicht so toll fanden, aber nachdem wir jetzt “Freunde” waren, haben sie sich damit zufrieden gegeben. Fazit: Ausgeraubt durfte ich nach 15 Minuten Plauderei mit dem Foto weiterziehen.
Ansonsten ist Lomé wirklich eine richtig tolle Stadt, supersehenswert!
Die togoischen Mitbewohner von Maggi sind auch supernett gewesen, habe auch mit Ihnen einiges unternommen.
Ansonsten bin ich gerade Kpalimé, einer schoenen Stadt an der Grenze zu Ghana.
Hier (Mikroklima) herrscht eher tropisches Klima, um die Stadt herum ist am alles ein wenig dschungelmaessig.
Echt interessant wieviele unterschiedliche Klimatypen es in Togo trotz der geringen Groesse gibt.
Gestern gab es noch ein kleines Naturwunder: trotz Trockenzeit hat es geregnet.
Heute geht s noch zur Kathedrale (erbaut von deutschen um 1910, sieht aus wie eine Kirche in einem beyerischen Kaff) und zum Markt.
Solidarische Gruesse an die Streiker der Georg Simon Ohm,
Fachschaft SOWE, AK BIldungsklau + GEW-HG rules.
Nic
29. November 2005
Sonntag bin ich mit viel Glueck in einem Taxibrousse gelandet, mit dem ich es geschafft habe in sage und schreibe 6 Stunden nach Lomé, der Hauptstadt Togos, zu kommen.
Als erstes habe ich den ASAten Maggi aufgesucht und mir ein wenig sein Projekt erklaeren und zeigen lassen.
Heute ging s dann 20 Mal quer durch die Stadt: Kenne jetzt (mit einer Ausnahme) alle Buchlaeden Lomés.
War ganz interessant, habe zwei interessanter Buecher gefunden, hatte aber gehofft auch ein wenig zu Welt/Togo Politik aus afrikanischer Sicht zu finden, dazu gab s aber eher nix. Naja vielleicht verkauft man zu dem Thema hier am besten keine Buecher.
Aber in Ougadougou, Hauptstadt Burkina Faso, werde ich in zwei Wochen sicher was finden.
Ansonsten ging s zum groessten und allerschoensten Markt der Welt (??gibt s bessere? ??), dem “grand marché” von Lomé.
Mittags ging s, zugegebenermassen etwas dekadent, ins bayerische Marox ( muss ja langsam wieder in die Realitaet zurueckkommen - Das bayerische Marox ist über schwarz blau-weiß-schwarze Kontaktperson Franz -Josef-Strauss nach Lomé gekommen ), leider gab s heute keine Knoedel, aber ein Schnitzel und ein kleines EKU (in Togo gebraut).
Letztendlich ist Lomé gar nicht so gross,
auf dem Hinweg Mitte August bin ich ja schon mal durchgekommen, damals fand ich sehr anstrengend und chaotisch , in der Zwischenzeit, auch verglichen mit Ougadougou eher ueberschaubar und vollkommen unstressig.
Ansonsten wohne ich gerade bei M, der mit zwei Studis zusammenwohnt. Gibt zwar kein fliessend Wasser, aber man gewoehnt sich auch recht rasch daran Wasser aus einem Brunnen zu holen.
So, des wars fuer heut.
Gruesse,
Nic
27. November 2005
So jetzt bin ich gerade in Sokodé.
Kleiner Rueckblick:
Am Freitag frueh wars mal wieder echt frisch, hatte nur 29 Grad. Sowas wie Schnee gibt s hier natuerlich nicht, und keiner kann sich vorstellen wie so etwas sein koennte.
Nachmittags gepackt und geputzt ausserdem mussten wir beim Bischof vorbeigeschauen, und seinen ewigen Monologen lauschen.
Abends hatten wir unsere Abschiedsparty mit fuenfzehn Leuten, bin aber echt enttaeuscht, dass keiner von euch vorbeigeschaut hat… .
… aber ansonsten war die Feier super: nette Leute, gutes Essen, gute Musik… .
Am Samstag frueh hiess es um 6 aufstehen, sich von meinem Zimmermitbewohner, dem Gecko “Kossi” verabschieden ( unsere Kuechengeckos haben uebrigens Nachwuchs beommen…), zum Buschtaxibahnhof hetzen (man koennte ja ein Taxi verpassen), und bis halb zwoelf warten bis das Buschtaxi endlich voll ist.
Fuer die 300 km bis Sokodé haben wir dann die ueblichen 7 (sieben) Stunden gebraucht: Dauernd steigen Leute und aus, zwischendurch muss man Buschtaxi wechseln, mitten im Wald haelt man an und drueckt solange auf die Hupe bis aus dem Nichts Leute mit Holz auftauchen mit dem das Taxi dann vollgeladen wird, dann gibt s die ganzen Kontrollen, die Schlagloecher, Huehner, die Babys, die StrassenVerkauefer die zwischendurch den MiniBus belagern, Streitgespraeche ueber den Fahrpreis… “togoisch-Reisen” halt.
Abends dann in meinem “Campement” angekommen, und heute morgen endlich mal Gebaeude auds deutscher Kolonialzeit gesehen (Praefektur, Gefaengnis, Schule) und wie immer einen der Maerkte besucht, die sind hier naemlich wirklich toll.
Ach so, damit ich nicht alleine reisen muss habe ich mir in Dapaong noch ein paar Freunde besorgt:
Hatte 3 Tage lang ganz leichte Magenschmerzen, in Togo heisst das in die Klinik gehen und tatsaechlich haben sich im meinem Magen Parasiten eingenistet. D.h. am Freitag Medikamente schlucken, na und jetzt muessten sie tot sein, vorsichtshalber nehme ich aber am Mittwoch noch mal ne Portion. Nicht weiter schlimm, solche Viecher haben hier in Dapaong fast alle, wo sie herkommen keine Ahnung, kann angeblich durch alles sein, sogar durch geschaeltes Obst etc.
Morgen geht s dann nach Lome weiter wird noch einmal ne Tagesreise werden, dort werde ich aber dann ein paar Tage bleiben. Also bis bald!
Schoene Gruesse,
Nic
24. November 2005
Die letzte Woche ist erwartungsgemaess schnell vergangen, haben es geschafft mit allem rechtzeitig fertig zu werden.
Unterm Strich sind wir mit den Ergebnissen unseres Aufenthaltes superzufrieden!!
Haben noch zwei “Pintades” gekauft, die werden dann morgen fuer unsere Party geschlachtet.
Und am Samstag geht s in den Sueden: Erster Zwischenstopp vor Lomé wird Sokodé, die zweitgroesste Stadt Togos, sein.
Bis die Tage…